Matthias Kunz

Matthias Kunz

Diakon, Medienreferent & Christ

Namen auf den Schildern

Auf dem Türschild steht „Ich bin Christ“.
Wenn ich das Haus betrete, dann befinde ich mich im Foyer, in dem ich den Leuten zuhören kann.
Hören, was sie mit Gott und Jesus erlebt haben.
Den Leuten von damals, die es live miterlebten, und Leuten, die heute mit mir leben.
Jeder und jede hat seine Erfahrung und ich höre zu.
Ich lerne aus ihren Erfahrungen.
Vielleicht kann ich auch eigene Erfahrungen in das Gespräch einbringen.

Ich stehe im Foyer.
Ich stehe in der Lehre der Jünger, der Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu, die sich mit auf seinen Weg gemacht haben.

Vom Foyer aus kann ich verschiedene Räume betreten.
An den Türen stehen Namen.
Manche würden sagen, es sind Konfessionen.
Für mich steht auf den Schildern:
LEBENDIGER, INAKTIVER, U-BOOT, CHARISMATISCHER, VON JESUS BEEINFLUSSTER, …
Vielleicht ist der ein oder andere Name auch eine Konfession. Ich weiß es nicht.
Keiner der Räume hat ein Schild auf dem KEIN draufsteht.
Vielleicht die Ausgangstür, aber um das Haus zu verlassen, muss ich mich selbst dazu entschließen.
Ich kann niemanden hinausbefördern; jede und jeder kann nur selbst entscheiden das Haus zu verlassen.

In den Räumen sind Menschen, denen ich dort begegnen kann.
Besser: in ihren Räumen besuchen, in einem fühle ich mich vielleicht besonders wohl.

Aber auch hier: ich kann niemanden in einen Raum zwingen.

Nur ich selbst kann für mich entscheiden, in welchem Raum ich sein möchte.
Ob ich immer weiß, in welchem Raum ich mich gerade befinde?
Ob die Leute in den Räumen wissen, in welchem sie sich gerade befinden, oder dass es noch andere gibt?

Im Foyer können wir uns alle begegnen.

Wir sind Christen.
Jede und jeder fühlt sich in einem anderen Raum wohl.

Aber Christen sind wir alle in diesem Haus.

Die Gedanken dieser Reihe stammen in ihrem Ursprung aus dem Buch Pardon, ich bin Christ von C.S. Lewis. Damit ich die Inhalte der verschiedenen Kapitel für mich besser verstehen kann, formuliere ich sie zusammenfassend neu bzw. übernehme für mich passende Kernaussagen. Eigentlich mache ich das für mich, aber du darfst gerne daran teilhaben.