Ich sitze in einer Kirche, um mich herum werden die Liederbücher aufgeschlagen, das Lied unter der Nummer 445 wird aufgeschlagen: „Gott des Himmels und der Erden“. Es wird gesungen. Und dann: Strophe 5 erwischt mich kalt: „Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als von dir allein kann ich recht bewahret sein.“ Jahrelang durfte ich diesen Vers als Morgengebet, vor dem Weg zur Schule, beten. Manchmal bewusst, oft auch dahingesagt. Meine Mutter hatte ihn mir und meinen zwei Brüdern beigebracht. Jeden Morgen, bevor es zur Schule ging, dieser Vers, dass er diesem Lied entstammt, wusste ich nicht.
Seit Dezember 2018 darf ich erneut zur Schule gehen. Jetzt nicht mehr als Schüler, sondern als Jugendreferent der im Bezirksjugendwerk Nürtingen angestellt ist für den Schwerpunkt Schulbezogene Jugendarbeit. Schulbezogene Jugendarbeit, das ist das Beste der kirchlichen Jugendarbeit an dem Ort, an dem Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit verbringen: Die Schule. Als Jugendwerk bieten wir Kooperationsmöglichkeiten und Projekte, um Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrkräften Angebote zu machen, miteinander den oder die SchülerIn in Blick zu nehmen und zu schauen: „wo kann ich dieser Person gerade etwas Gutes tun“.
Schulbezogene Jugendarbeit nimmt, ganz Jesusgemäß, den oder die SchülerIn in den Blick. Konkret passiert das zum Beispiel beim Schülermentorenprogramm, bei dem SchülerInnen zu Jugendbegleitern oder 5er-Paten ausgebildet werden, beim Ökumenischen Kreuzweg der Jugend, bei Gottesdiensten wie dem Buß- und Bettag, dem Prüfungssegen oder durch temporäre spirituelle Räume wie die Mobile-Kapelle oder den PrayerSpace.
Schulbezogene Jugendarbeit kann viel und hat immer eine Blickrichtung: Schule. Und, das darf nicht vergessen werden, ein Auge schielt auch immer Richtung Gemeinde vor Ort um dort Menschen und Institutionen miteinander zu vernetzen und zusammenzubringen.
Für mich als Jugendreferent ein Glücksfall, da meine Frau Lehrerin ist. Unsere Arbeitszeiten sind also, zumindest was Ferien und Schulzeit angeht, sehr ähnlich. Neben meiner Rolle als Ehemann und Jugendreferent bin ich auch noch begeisterter Musiker und Technikliebhaber. Mein Glück, dass sich Trompete, Gitarre oder Cajon, genauso wie Soziale Medien, Ton- und Videotechnik gut in meinen Beruf integrieren lassen.
Vieles könnte ich noch über mich und die weiteren Arbeitsfelder wie 3zehn16, KonfiCamp oder meinen Distriktsauftrag für Jugendarbeit im Unteren Neckar erzählen, möchte aber auch ganz herzlich dazu einladen sich einfach mit mir in Verbindung zu setzen. Entweder über die Kontaktmöglichkeiten über unsere Webseite auf www.ejbn.de oder über meinen privaten Auftritt unter www.dasistkunz.de
Der Text wurde für Gemeindebriefe des Kirchenbezirks Nürtingen geschrieben, in denen ich mich als Jugendreferent im Evangelischen Bezirksjugendwerk Nürtingen vorstellen sollte.